EXTRAs

Absolute Abstinenz heißt in der Regel das Ziel der herkömmlichen Behandlung einer Alkoholabhängigkeit, die von Kranken- und Rentenversicherungen finanziert wird. Dieser Ansatz schließt jedoch andere mögliche Wege aus der Sucht aus und riskiert, eigentlich kooperationsbereite Klienten für unmotiviert zu erklären.

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Vortrag mit: Dr. phil. Rudolf Klein
Termin:
23. März 2019
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Von der berauschten Sehnsucht zum Lob des Zauderns

Absolute Abstinenz heißt in der Regel das Ziel der herkömmlichen Behandlung einer Alkoholabhängigkeit, die von Kranken- und Rentenversicherungen finanziert wird. Dieser Ansatz schließt jedoch andere mögliche Wege aus der Sucht aus und riskiert, eigentlich kooperationsbereite Klienten für unmotiviert zu erklären.

In Vortrag werden aus einer systemischen Perspektive mögliche Hintergründe einer Suchtentwicklung dargestellt und aufgezeigt, weswegen eine als zieloffen angelegte ambulante Therapie sinnvoll ist. Dabei spielen die Auseinandersetzung mit klassischen Standardeinstellungen im Rahmen der Suchtbehandlung ebenso eine Rolle wie die Frage einer angemessenen therapeutischen Haltung.

Abstinenz wird in diesem Ansatz durchaus als eine nachvollziehbare und oft nützliche Zielvariante angesehen – aber nicht als die einzig mögliche.

Im zweiten Teil werden sowohl ein therapeutisches Modell als auch spezifische Herausforderungen und methodische Vorgehensweisen im Rahmen einer ambulanten systemischen Therapie der Alkoholabhängigkeit dargestellt.

Leitung:

Dr. phil. Rudolf Klein

Dipl.-Sozialpädagoge und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Lehrtherapeut und Lehrender Supervisor SG, ist in freier Praxis als systemischer Therapeut und Supervisor tätig. Weiterbildungen in EMDR und PEP (Prozessorientierte Embodimentfokussierte Psychologie nach Bohne), Arbeits- und Interessenschwerpunkte: Beratung und Therapie bei süchtigem Trinken, Arbeit mit Aufstellungsmethoden, Supervision in unterschiedlichen Kontexten.


Über die Gefahren des gedankenlosen Gebrauchs digitaler Medien.

Der oft grenzenlose Gebrauch digitaler Medien – wie Smartphone, PC, PC-Spiele, 3D-Cyber-Brillen – kann umfassende und auf Dauer schwerwiegende Auswirkungen auf die seelische auch körperliche Befindlichkeit ihrer Nutzer haben und die Entwicklung der Persönlichkeit beeinflussen – und zwar umso intensiver, je jünger Anwender sind.

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Vortrag mit: Harald Walter
Termin:
22. Juni 2019
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Haben Sie noch alle Neuronen beisammen?

Über die Gefahren des gedankenlosen Gebrauchs digitaler Medien.

Der oft grenzenlose Gebrauch digitaler Medien – wie Smartphone, PC, PC-Spiele, 3D-Cyber-Brillen – kann umfassende und auf Dauer schwerwiegende Auswirkungen auf die seelische auch körperliche Befindlichkeit ihrer Nutzer haben und die Entwicklung der Persönlichkeit beeinflussen – und zwar umso intensiver, je jünger Anwender sind.

Der Vortrag versucht in verständlicher Form eine Übersicht über diese Einflüsse insbesondere auf Kinder und Jugendliche zu benennen und zu bewerten. Er stützt sich dabei auf eine große Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen und auf eigene Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Sprechstunde.

 

Leitung:

Harald Walter

ist Frauenarzt und Psychotherapeut. Er war mehrere Jahre tätig als Dozent für Psychotherapie, u.a. für Autogenes Training, Hypnose, Verbale Interventionstechnik und als Supervisor. Er führt jetzt eine Praxis als Psychotherapeut und ist viel mit Vorträgen unterwegs. Der Vater dreier Töchter und Großvater vierer Enkelkinder lebt mit seiner Frau in Niedersachsen auf dem Lande.

Er hat ein Buch mit gleichem Titel geschrieben, das sich als Ratgeber für interessierte und betroffene Eltern, Erzieher, Pädagogen und für alle Nutzer digitaler Medien versteht.


Neue Perspektiven auf nicht mehr ganz so neue Phänomene

Onlinekommunikation könnte so etwas wie das virtuelle Nikotin werden: viele brauchen und nutzen es und spüren nur gelegentlich ungünstige Wirkungen – der Alltag lässt sich jedoch wunderbar bewältigen.

Onlinesex, v.a. der unkontrollierte Pornokonsum, ließe sich am ehesten mit dem Cannabisgebrauch vergleichen. Viele tun es und können eine Zeitlang ganz gut damit leben – einige sind dann relativ schnell sehr stark fasziniert und intensivieren den Konsum.

Onlinerollenspiele – die von den meisten der im Gamingbereich Betroffenen gespielt werden – könnte man als Heroin der Branche bezeichnen.

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Vortrag mit: Detlef Scholz
Termin:
17. August 2019
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Die bedrängende Lust auf Spiele, Chat und Porno.

Neue Perspektiven auf nicht mehr ganz so neue Phänomene

Onlinekommunikation könnte so etwas wie das virtuelle Nikotin werden: viele brauchen und nutzen es und spüren nur gelegentlich ungünstige Wirkungen – der Alltag lässt sich jedoch wunderbar bewältigen.

Onlinesex, v.a. der unkontrollierte Pornokonsum, ließe sich am ehesten mit dem Cannabisgebrauch vergleichen. Viele tun es und können eine Zeitlang ganz gut damit leben – einige sind dann relativ schnell sehr stark fasziniert und intensivieren den Konsum.

Onlinerollenspiele – die von den meisten der im Gamingbereich Betroffenen gespielt werden – könnte man als Heroin der Branche bezeichnen.

In dem Vortrag wird eine systemische Perspektive auf die Phänomene der exzessiven Mediennutzung eingenommen. Es wird verdeutlicht, wie schwerwiegend die Beschäftigung mit dem Internet entgleisen kann und welche Kontextbedingungen dies begünstigen.

Für das Verständnis der Internetabhängigkeit spielen die Grunderwartungen eines Menschen an die Welt und sich selbst eine entscheidende Rolle. Die Entwicklung süchtigen Verhaltens ist oft auch Ausdruck von vielfältigen und anerkennenswerten Bedürfnissen.
Die Fokussierung der Kompetenzaspekte der Internetsucht unterstützt die Möglichkeit, attraktive und motivierende Alternativen anbieten sowie erfüllende und bereichernde Ziele entwickeln zu können.

Einige der Methoden, durch die den Betroffenen Lust gemacht werden soll, die „Internetabhängigkeits-Trance“ gegen Experimentier- und Lebensfreude einzutauschen, werden vorgestellt. Bei Bedarf werden Inspirationen zur Beziehungsbeobachtung, Selbstreflexion oder Gestaltung eines lustvollen Miteinanders thematisiert.

 

Leitung:

Detlef Scholz

Dr. phil., Erziehungswissenschaftler, Pädagoge, Systemischer Therapeut, Supervisor (SG) und Körperpsychotherapeut (GST), Leiter des Kompetenzzentrums und der Beratungsstelle für exzessive Mediennutzung und Medienabhängigkeit der Ev. Suchtkrankenhilfe in Mecklenburg-Vorpommern.


„Ich habe doch gar nichts gemacht!“

 Wenn laut der PISA Studie jede/r sechste 15-jährige regelmäßig gemobbt worden ist, halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass im Umkehrschluss auch jede/r Jugendliche bereits schon einmal selber gemobbt haben müsste. Denn bleiben unbeteiligte ZuschauerInnen und ZeugInnen in ihrer beobachtenden Rolle, werden sie schnell zu Duldern/Dulderinnen und unterstützen damit die Mobbenden.

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Vortrag mit: Kerstin Rehage , Tina Wellmann
Termin:
14. September 2019
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Einblicke in das System Mobbing in Schule und Jugendarbeit

„Ich habe doch gar nichts gemacht!“

 Wenn laut der PISA Studie jede/r sechste 15-jährige regelmäßig gemobbt worden ist, halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass im Umkehrschluss auch jede/r Jugendliche bereits schon einmal selber gemobbt haben müsste. Denn bleiben unbeteiligte ZuschauerInnen und ZeugInnen in ihrer beobachtenden Rolle, werden sie schnell zu Duldern/Dulderinnen und unterstützen damit die Mobbenden.

Für Betroffene ist Mobbing vor allem deshalb eine quälende Erfahrung, weil sie über einen längeren Zeitraum dann den gewalttätigen Attacken der ganzen Gruppe ausgesetzt sind.

Was bedeutet es für die Intervention in Schule und Jugendarbeit, wenn wir diese Sichtweise zulassen und neugierig auf alle im System der Schikane gucken? Der systemische Ansatz, Mobbing als gruppendynamischen Prozess zu verstehen, ist Voraussetzung für eine zielgerichtete und lösungsorientierte Verhinderung und Auflösung von Mobbingstrukturen.

Wir möchten in unserem Vortrag das Phänomen Mobbing, mögliche Definitionen, Entstehungsbedingungen und Handlungsmöglichkeiten vorstellen sowie Einblicke in unsere praktischen Präventions- und Interventionserfahrungen geben.

Leitung:           Tina Wellmann und Kerstin Rehage arbeiten seit einigen Jahren als freie Mitarbeiterinnen der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen zusammen in Fortbildungen und Klassentrainings zum Thema (Cyber)mobbing.

 

 

Leitung:

Kerstin Rehage

ist Dipl.-Pädagogin, Deeskalationstrainerin (GAV), Systemische Beraterin und Supervisorin (SG), Traumapädagogin und traumazentrierte Fachberaterin (Institut Berlin). Sie arbeitet als Referentin der GewaltPräventionsStelle des Diakonischen Werkes Hannover und ist freiberufliche Trainerin im Bereich Soziales Lernen und Anti-Gewalt-Arbeit. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. (Krisen) Kommunikation, Deeskalation und Intervention.

 

Tina Wellmann

ist M.A. Deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie, Systemische Beraterin (NIS), Mediatorin und Theaterpädagogin (BuT) und z.Zt. in Ausbildung: systemisch-lösungsorientierte Supervision & Coaching. Seit 1999 arbeitet sie freiberuflich mit ihrem selbstentwickelten gewaltpräventiven theaterpädagogischen Projekt MÄCHTIG GEWALTIG in Schulen und anderen sozialen Feldern. Kernthemen ihrer Trainings und Beratungen sind u.a.: Wahrnehmung, Soziales Miteinander, Kommunikation, Konfliktumgang, Stress, Ausgrenzung und Mobbing.