EXTRAs

Die Lebenserzählung der Kriegsenkel kreist oft um das von den Eltern erfahrene Leid und darum, dass sie als Kinder für ihre vom Nationalsozialismus, von der Verfolgung, vom Krieg, der Flucht und Vertreibung häufig traumatisierten Väter und Mütter da sein mussten. So wurden sie zu Eltern ihrer Eltern.

Die Biografie von Kriegsenkeln jedoch einzig aus dieser Perspektive zu betrachten, würde ihrer besonderen Kraft, ihren Sehnsüchten und den neuen Ideen vom Leben und damit ihrer besonderen Rolle in der Geschichte der BRD seit den 1960er-Jahren nicht gerecht werden. In meinem Vortrag möchte ich der Frage nachgehen, welche Ressourcen Kriegsenkel aus den besonderen Bedingungen ihres Auf- und Heranwachsens entwickelt haben und wie diese nutzbar gemacht werden können, um endlich anzukommen, privat und beruflich!

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Vortrag mit: Ingrid Meyer-Legrand
Termin:
10. Februar 2018
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Kriegsenkel in Therapie und Beratung – Vom Leid zur Ressource!

Die Lebenserzählung der Kriegsenkel kreist oft um das von den Eltern erfahrene Leid und darum, dass sie als Kinder für ihre vom Nationalsozialismus, von der Verfolgung, vom Krieg, der Flucht und Vertreibung häufig traumatisierten Väter und Mütter da sein mussten. So wurden sie zu Eltern ihrer Eltern.

Die Biografie von Kriegsenkeln jedoch einzig aus dieser Perspektive zu betrachten, würde ihrer besonderen Kraft, ihren Sehnsüchten und den neuen Ideen vom Leben und damit ihrer besonderen Rolle in der Geschichte der BRD seit den 1960er-Jahren nicht gerecht werden. In meinem Vortrag möchte ich der Frage nachgehen, welche Ressourcen Kriegsenkel aus den besonderen Bedingungen ihres Auf- und Heranwachsens entwickelt haben und wie diese nutzbar gemacht werden können, um endlich anzukommen, privat und beruflich!

Leitung:

Ingrid Meyer-Legrand

In freier Praxis in Berlin und Brüssel tätig, Systemische Therapeutin (SG), Systemische Supervisorin (SG), Coach, Lehrbeauftragte an der EHB - Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin.
in Weiterbildung zur Hypnotherapeutin; Milton Erickson Gesellschaft, Berlin
Dipl.-Sozialarbeiterin, Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte, Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde; HP Psychotherapie, Europäisches Zertifikat Psychotherapie (ECP), Autorin zahlreicher Fachveröffentlichungen zum Thema Kriegsenkel. Autorin „Die Kraft der Kriegsenkel“ (2016), Mitautorin „Nebelkinder“ (2015). Europa Verlag.


Vortrag (und Lesung)

Der „Widerstand“ gilt in der lösungsorientierten Arbeit als „ausgestorben“. „Kooperieren“ ist das Zauberwort. Wobei diese Konstrukte leider nie direkt beobachtbar scheinen. Wenn es „nur“ kooperieren gibt, was kann das für eine wirksame praktische Arbeit bedeuten und wie lässt sich dies „umsetzen“? Und welche Rolle spielt dabei die Sprache? Macht es einen Unterschied, von Therapie zu reden oder von Arbeit an Änderungen?

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Vortrag mit: Jürgen Hargens
Termin:
23. Juni 2018
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
Kooperieren – und dann? Und wie?

Vortrag (und Lesung)

Der „Widerstand“ gilt in der lösungsorientierten Arbeit als „ausgestorben“. „Kooperieren“ ist das Zauberwort. Wobei diese Konstrukte leider nie direkt beobachtbar scheinen. Wenn es „nur“ kooperieren gibt, was kann das für eine wirksame praktische Arbeit bedeuten und wie lässt sich dies „umsetzen“? Und welche Rolle spielt dabei die Sprache? Macht es einen Unterschied, von Therapie zu reden oder von Arbeit an Änderungen?

 

Jürgen Hargens wird erläutern, welche Möglichkeiten sich für ihn gezeigt haben und wie sich ein hilfreicher Rahmen konstruieren lassen könnte.

 

Fragen und Dialoge sind dabei immer möglich.

 

Im zweiten Teil liest Jürgen Hargens aus seinem Erzählband „Freude hat sich versteckt oder: ‚Gesund heißt immer auch ein bisschen bescheuert’, um zu verdeutlichen, wie sich „anders“ und anregend psychotherapeutische Geschichten für Nicht-Fachleute gestalten lassen.

Leitung:

Jürgen Hargens

(Mit-) Wegbereiter der systemischen und lösungsorientierten Therapie in der BRD; 40 Jahre eigene Praxis; 1983 Gründer und bis 1992 Herausgeber der Zeitschrift für systemische Therapie; Gesellschafter von F.I.S.A.; Autor zahlreicher Fachpublikationen; mittlerweile


Inklusion im Alltag – das kann niemals funktionieren! Oder doch?

 

Die gemeinsame Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen in Bezug auf ihre Fähig- und Fertigkeiten stellt alle Pädagogen vor große Herausforderungen. Neben der Notwendigkeit zieldifferent zu unterrichten, stehen Lehrkräfte im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung vor neuen Aufgaben. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten und Perspektiven, Unterricht sowie den Lebensraum Schule zu gestalten.

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Vortrag mit: Marike Wittig, Birte Dehnbostel, Ekaterina Dimitriadou
Termin:
25. August 2018
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
„Den Wind kann man nicht ändern, aber die Segel anders setzen“

Inklusion im Alltag – das kann niemals funktionieren! Oder doch?

 

Die gemeinsame Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen in Bezug auf ihre Fähig- und Fertigkeiten stellt alle Pädagogen vor große Herausforderungen. Neben der Notwendigkeit zieldifferent zu unterrichten, stehen Lehrkräfte im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung vor neuen Aufgaben. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten und Perspektiven, Unterricht sowie den Lebensraum Schule zu gestalten.

Als Mitarbeiterinnen des Schulischen Beratungszentrums Obernkirchen haben wir sowohl im Primar-, als auch im Sek-I- Bereich Möglichkeiten erprobt, mit diesen veränderten Bedingungen umgehen zu können.

In unserem Vortrag möchten wir Ihnen unsere Arbeit – das „Matschen und Muddeln“ vorstellen. Wir verstehen darunter ein lösungsorientiertes Arbeitssetting, in dem wir (Lehrer)Beratungen um Interventionen und Maßnahmen, wie beispielsweise die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern und/oder die Arbeit mit Klassensystemen oder Kleingruppen erweitern.

Leitung:

Marike Wittig, Birte Dehnbostel, Ekaterina Dimitriadou

sind Förderschullehrerinnen mit den sonderpädagogischen Fachrichtungen Emotionale und Soziale Entwicklung, Lernen und Sprache. Sie arbeiten in Beratung (SBZ Obernkirchen) und in der Inklusion des Landkreises Schaumburg. Sie haben langjährige Erfahrungen in systemischer Beratung sowie im inklusiven Unterricht des Primar- und Sek-I- Bereiches im Landkreis Schaumburg.


Eine Typologie der Gewalt in eskalierten Elternkonflikten

 

Die Auseinandersetzung mit zahlreichen „gewaltigen“ Konflikten sog. „hochstrittiger“ Eltern hat mich immer wieder zu einer Neujustierung meines Gewalt- Verständnisses herausgefordert. In meinem Beitrag geht es mir zum einen um eine Differenzierung von Gewaltphänomenen im Kontext von eskalierten Trennungskonflikten. Eine vorgestellte Typologie soll für die unterschiedlichen Formen von Gewalt zwischen Männern/Vätern und Frauen/Müttern sensibilisieren. Zum anderen reibe ich mich an der fachlichen Vernachlässigung einer bestimmten Form der Macht- und Gewaltausübung, der Verfügung des hauptsächlich betreuenden Elternteils (HbE) über das Kind als mächtigem Mittel in der feindseligen Auseinandersetzung mit dem getrennt lebenden Ex-Partner und Elternteil (GE).

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Vortrag mit: Ulli Alberstötter
Termin:
10. November 2018
Uhrzeit:
10:00 – 13:00 Uhr
Ort:
Schwanenburg Limmer neben dem REWE-Markt, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, zu erreichen über den Polizei-Parkplatz www.schwanenburg.net
Gebühr:
€ 15,-
Anmeldung:
Anmeldungen sind zu dieser Veranstaltung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch vor den !EXTRA!-Veranstaltungen mögliche Hinweise auf unserer Internetseite oder im Newsletter.
GEWALT hat viele Gesichter –

Eine Typologie der Gewalt in eskalierten Elternkonflikten

 

Die Auseinandersetzung mit zahlreichen „gewaltigen“ Konflikten sog. „hochstrittiger“ Eltern hat mich immer wieder zu einer Neujustierung meines Gewalt- Verständnisses herausgefordert. In meinem Beitrag geht es mir zum einen um eine Differenzierung von Gewaltphänomenen im Kontext von eskalierten Trennungskonflikten. Eine vorgestellte Typologie soll für die unterschiedlichen Formen von Gewalt zwischen Männern/Vätern und Frauen/Müttern sensibilisieren. Zum anderen reibe ich mich an der fachlichen Vernachlässigung einer bestimmten Form der Macht- und Gewaltausübung, der Verfügung des hauptsächlich betreuenden Elternteils (HbE) über das Kind als mächtigem Mittel in der feindseligen Auseinandersetzung mit dem getrennt lebenden Ex-Partner und Elternteil (GE).

Während die physische Gewalt sowie die Gewaltandrohung als ihr Vorbote und ständiger Begleiter nicht zuletzt im Zuge des 2002 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetzes eine große Aufmerksamkeit und (oft vorschnelle) Entschiedenheit erfährt, erscheint mir das Phänomen, das ich in seiner extremen Ausprägung als „Verfügungsgewalt“ bezeichne nach wie vor unterbelichtet und damit einer genaueren Betrachtung wert.

Teil des Phänomenkomplexes „Verfügungsgewalt“ ist regelmäßig auch eine große Hilf- und Ratlosigkeit auf Seiten der verschiedenen Trennungs,- und Scheidungsprofessionen. Das Hinschauen auf das Phänomen „Verfügungsgewalt“ ist nicht zuletzt als Ausgangspunkt für eine Diskussion über seine Bewertung und den Umgang der professionellen Akteure damit gedacht.

 

Leitung:

Ulli Alberstötter

Dipl.-Pädagoge, Approbierter Kinder,- und Jugendlichen-Psychotherapeut, Systemischer Therapeut (IGST), Mediator, lösungsorientierter Sachverständiger, langjährige Erfahrungen in der Erziehungsberatung, in der Supervision, Fort,- und Weiterbildung von Akteuren aus den Trennungs,- und Scheidungsprofessionen.
Schwerpunkte: Trennung und Scheidung, Stieffamilien, sog. „hochstrittigen“ Elternkonflikte, gerichtsnahe Beratung, Elternkurse „Kinder-im-Blick“.Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema „Hochstrittige Elternkonflikte“