F-Kurs Themen 2011/2012

Leitung: Dr. Birgit Breyer, Dr. Matthias Lauterbach

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieser F-Kurs von Dr. Birgit Breyer und Dr. Matthias Lauterbach geleitet. Wir werden den Kurs gemeinsam beginnen und gemeinsam abschließen. In den Seminaren werden wir Euch einerseits mit unseren eigenen Schwerpunkten ausführlich bekannt machen und sie für Eure Praxisanwendung aufbereiten. Andererseits haben wir Gastdozenten eingeladen, die 2 Tage des jeweiligen Moduls gestalten.


1. Block: 17.–18.02.2012
Rudolf Klein

Sucht – Suchen – Sehnsucht
- zur systemischen Theorie und Therapie süchtigen Trinkens

Hinter „süchtigem Trinken“ verbergen sich meist jahrelange leidvolle und verletzende Erfahrungen, erfolglose Änderungsbemühungen und Gefühle lähmender Aussichtslosigkeit. In diesem Seminar steht die Darstellung (mit Videosequenzen) eines therapeutischen Prozesses mit einem süchtig trinkenden Klienten im Mittelpunkt. Anhand dieses Praxisfalles werden die einzelnen Schritte der Therapie, das methodische Vorgehen und die Theorie erläutert. Demonstrationen und Übungen zu speziellen Techniken, die sich nicht nur in der Arbeit mit süchtig Trinkenden als nützlich erwiesen haben, runden das Seminar ab. Dabei wird es auch um das Thema: Arbeiten in Zwangskontexten gehen. Publikationen: „Berauschte Sehnsucht – Zur ambulanten systemischen Therapie süchtigen Trinkens.“ 2002 (2005, 2008). „Einführung in die Praxis der systemischen Therapie und Beratung.“ (2009); Beides Carl-Auer-Systeme.

Ort: Hannover, Hohenzollernstr. 7


2. Block: 26.–27.04.2012
Matthias Lauterbach

Systemisches Gesundheitscoaching
- ein Ansatz für Beratung, Therapie und Rehabilitation

Therapie und Beratung hat immer auch einen starken Bezug zu Sinnhaftigkeit, Erfüllung und den Bewältigungsmöglichkeiten im beruflichen Leben der Klienten. Da hier besondere Dynamiken wirken, sind Wissen und Methodik für diese Themen heute wichtiges "Handwerkszeug" für alle Beratungsbereiche. Die dramatische Zunahme von vitaler Erschöpfung und Burnout zeigt die große Bedeutung dieses Beratungsfeldes. Das systemische Gesundheitscoaching ist hier für die Praxis wegweisend geworden. In dem Seminar werden die Konzepte und Methoden vorgestellt, mit herausfordernden und belastenden Lebens- und Berufssituationen und mit Krisen umzugehen. Durch Praxisbeispiele wird die konkrete Arbeit sichtbar und in den eigenen Arbeitsbereich übertragbar.

Lit.: Einführung in das systemische Gesundheitscoaching, Auer 2008. So bleibe ich gesund, Auer 2006

Ort: Hannover, Hohenzollernstr. 7


3. Block: 22.–23.06.2012
Birgit Breyer

Störungen verstören

Im klinischen Kontext treffen wir auf Klassifizierungen psychischer Störungen, die eher wertend und festschreibend sind. Wer systemisch in diesem Feld arbeitet oder Kontakt dazu hat, ist herausgefordert einerseits diesen Systemaspekt unseres „Gesundheitswesens“ zu würdigen und doch anders damit umzugehen. Der systemische Blick auf Diagnosen und Diagnostik anhand ausgewählter „Störungen“ in Praxis und Theorie steht im Zentrum.

Ort: Hannover, Waldorfkindergartenseminar


4. Block: 20.–21.09.2012
Matthias Lauterbach, Heike Hoppe

Systemische Aufstellungen
- Erweiterungen, neue Entwicklungen und der Einsatz in der Einzelarbeit

Die Aufstellungsarbeit ist heute ein etablierter Bestandteil auch der Einzelberatung. Sie hat in den Jahren ihrer Geschichte sehr unterschiedliche Ausprägungen erfahren. Dabei sind Fälle unterschiedlicher Methoden und Handlungsmodelle entstanden. Heike Hoppe und Matthias Lauterbach werden gemeinsam die vielfältigen methodischen Ansätze grundlegend darstellen und methodische Umsetzungen anleiten. Auch der Einsatz energetischer Zugänge, aber auch die Verbindungen und Unterschiede zur systemischen Psychodramaarbeit und Soziometrie sind Themen des Seminars.

Lit. ML: Wie Salz in der Suppe - Aktionsmethoden für den beraterischen Alltag. Auer 2007, ML u. HH: Die tiefen Dimensionen der Krisen im Leben. in: Life-Coaching.

Ort: Hannover, Hohenzollernstr. 7


5. Block: 09.–10.11.2012
Birgit Breyer

Ich packe meinen Koffer…

In diesem Block wird die Vertiefung systemischer Methoden und Nützliches aus anderen therapeutischen Vorgehensweisen im . Zum Beispiel: Teilearbeit einmal mit den verschiedenen systemischen Fassetten praktisch vertiefen und aus der Perspektive anderer Therapie- und Denkmodelle (Transaktionsanalyse, Gestalt- und Hypnotherapie) betrachten. Welche methodische Variante ist in welchem Kontext und welchem Lebensalter hilfreich?

Ort: Hannover, Waldorfkindergartenseminar


6. Block: 24.–25.01.2013
Uli Clement

Systemische Paar- und Sexualtherapie

Zufriedene Paare lösen Konflikte. Unzufriedene Paare schaffen es, sie zu chronifizieren und dauerhaft am Leben zu halten. Vorwürfe und „alte Rechnungen“ spielen eine zentrale Rolle. Das Seminar beschäftigt sich zunächst mit der Dynamik von Vorwürfen und wie sie unterbrochen werden kann. Eine wichtige Komponente in Paartherapien sind Bilanzierungen: Wo stehen wir? Wo soll es hingehen? Im zweiten Teil werden paartherapeutische Interventionen vorgestellt, die sich darauf konzentrieren, wie Paare solche Bilanzierungen und Übergänge gestalten können. Zusammen mit konzeptionellen Inputs werden spezifische Interventionstechniken geübt. Das Seminar ist praxisbezogen und bietet Übungs- und Reflektionsmöglichkeiten. Der Referent ist Autor vieler Bücher: Z.B. „Wenn Liebe fremdgeht: Vom richtigen Umgang mit Affären“; „Guter Sex trotz Liebe“.

Ort: Hannover, Hohenzollernstr. 7


Änderungen vorbehalten


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