Das Niedersächsische Institut für systemische Therapie und Beratung Hannover e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und wurde 1988 gegründet.

Ziel der Gründung war es, für die unterschiedlichen Aktivitäten im Umfeld systemischen Denkens und Handelns in der Region einen organisatorischen Rahmen zu schaffen und die weitere Entwicklung dieses Arbeitsansatzes zu fördern. Dazu werden Weiterbildungen, Supervisionen/Konsultationen, Seminare und Vorträge angeboten. Die Weiterbildung besteht jetzt im 29. Jahr.

Grundlage der Arbeit ist die systemische Theorie und Praxis wie sie von der Neuen Heidelberger Schule, dem Centro per lo studio della famiglia in Mailand und dem MRI in Palo Alto entwickelt wurde. Sie entspricht den 1997 verabschiedeten Richtlinien der Systemischen Gesellschaft (Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung).

Das Niedersächsische Institut für systemische Therapie und Beratung gehört zu den Gründungsmitgliedern unseres Dachverbandes, der Systemischen Gesellschaft (www.systemische-gesellschaft.de),.

Systemisches Denken hat in den letzten Jahren in vielen Praxisfeldern und Wissenschaftsbereichen weite Verbreitung gefunden und die Handlungsmöglichkeiten dort deutlich erweitert. Es basiert einerseits auf theoretischen Ansätzen, die versuchen, Beschreibungsmodelle für komplexe, lebende, sich nicht linear verhaltende sowie durch rekursive Wechselwirkungsprozesse gekennzeichnete Systeme zu geben und entsprechende Handlungsmodelle daraus abzuleiten (Kybernetik, Systemtheorie, Theorie dynamischer Systeme, Synergetik etc.). Andererseits wird philosophischen Annahmen gefolgt, die den konstruierenden, erfindenden und narrativen Teil menschlicher Wahrnehmung und Beschreibung von Wirklichkeiten in den Vordergrund stellen (Konstruktivismus und sozialer Konstruktionismus).

Im psychotherapeutischen Handlungsfeld wird systemische Therapie/Beratung als eigenständiger Ansatz begriffen, der über ein breites Spektrum an Methoden verfügt. Er wird sowohl in der therapeutischen Arbeit mit Familien und Paaren als auch in der Einzeltherapie und Gruppentherapie eingesetzt. Unabhängig vom Setting stehen die Betrachtungsweisen im Vordergrund, die Menschen in ihrem Bedingungsgefüge erfassen.

Probleme, Symptome und Krankheiten werden in ihren Wechselwirkungen mit Beziehungen, Denk- und Erlebensmustern gesehen. Therapie und Beratung zielen auf eine Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten durch die Anregung alternativer Wirklichkeiten, Muster und Geschichten sowie durch die Aktivierung von Ressourcen.

Der systemische Ansatz zeigt sich als effektiv sowohl im psychotherapeutischen und beraterischen Feld als auch in der somatischen Medizin, in der Supervision, der Weiterbildung und der Organisations und Personalentwicklung.

Auch in diesem Jahr werden neben den Weiterbildungsgängen in systemischer Theorie und Methodik Seminare zu speziellen Themen und Seminare zur Selbsterfahrung angeboten.

 

Hinweis: Die Systemische Gesellschaft ermöglicht nicht nur systemischen Instituten, sondern auch Einzelpersonen die Mitgliedschaft. Systemische Therapeuten und Therapeutinnen sowie systemische Supervisoren und Supervisorinnen, die nach den Standards der Systemischen Gesellschaft ausgebildet worden sind, können Einzelmitglieder werden.

Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder beträgt € 120,–; der ermäßigte Beitrag für Personen, die bereits Mitglied in einem der Institute sind, beläuft sich auf € 90,–.

Die beiden Gruppen von Mitgliedern (Einzelmitglieder und Institute) bilden jeweils eine eigene Kammer innerhalb der Gesellschaft. Die Satzung ist so gestaltet, dass keine Kammer die andere dominieren kann.